Freitag, 5. Juni 2015

Endlich online: Der Trailer zu "A walk in the Woods"

Viele AT Hiker haben sicherlich über das Buch "A Walk in the Woods" von Bill Bryson (Klick) gehört. Es ist unter dem deutschen Titel "Frühstück mit Bären" das wohl bekannteste Buch in Deutschland das sich um eine Wanderung auf dem Appalachian Trail dreht.
In den letzten 10 Monaten wurde das Buch u.a. mit Robert Redfort und Nick Nolte verfilmt. Der Kinostart ist für den 2. September 2015 vorgesehen. Der Start in Deutschland steht noch nicht fest.

Seit ein paar Tagen gibt es einen ersten kurzen Trailer zum Film:

Bill Bryson schuf mit seinem Buch das gleiche wie einige Jahre später Hape Kerkeling mit seinem Buch über den Jakobsweg: Er animierte mit der lustigen Schreibweise viele andere Menschen ebenfalls auf Wanderung zu gehen. Auf beiden Wegen befindet man daher sowohl Feinde als auch Freunde dieser Entwicklung. Beide Werke führen mit unter viele Menschen zum Wandern, die es besser hätten bleiben lassen. Die Folge sind viele unvorbereitete Menschen und überlaufenen Wegstrecken, gepaart mit vielen enttäuschen Erwartungen. Denn so lustig die Filme und Bücher auch sein mögen, die Kilometer laufen sich nicht von selbst.

Schauen wir der Dinge die da kommen. Ein ist sicher: Es werden sicher nicht weniger Menschen den Appalachian Trail wandern.

Donnerstag, 5. September 2013

Danke AT, sorry PCT

Fast auf den Tag genau ein Jahr nach meiner Wanderung auf dem AT sollte eigentlich hier oder anderswo mein Blog über meine Reise auf dem PCT im Jahr 2014 beginnen. Schon Anfang 2013 hatte ich mit meinem Arbeitgeber eine unbezahlte Freistellung vereinbart und damit war auch schon der wichtigste Schritt für meinen PCT Hike getan.
Leider haben sich die Dinge geändert. Meine PCT Reise und alle anderen vergleichbaren Reisen werde ich um mindestens 3 Jahre verschieben müssen. Ich bin zwar nicht untätig, habe aber die Möglichkeit auf ein berufliches Abenteuer erhalten, bei dem ich gerne dabei wäre. Trotzdem: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben und der PCT wartet bestimmt!
Mein neues Abenteuer ist ein wenig ziviler und behandelt meine Auswanderung in die arabischen Emirate nach Abu Dhabi. www.schienenschlacht.blogspot.com


Freitag, 15. Februar 2013

Der Blog ist zuende, die Reise geht weiter

Hallo an alle die zufällig auf diesen Blog stoßen oder vielleicht irgendwo noch einen Link hierher gefunden haben.
Dieser Blog wird nicht mehr aktualisiert. Er bleibt aber weiterhin online.
Ich habe diese Seite geführt, um Freunde und Bekannte während meiner 6 monatigen Wanderreise durch die Appalachen (klick) auf dem laufenden zu halten. Für alle diejenigen, die zukünftig ebenfalls eine Reise auf dem Appalachian Trail planen, mag dieser Blog Anregung und Hilfestellung sein. Ich gebe auch weiterhin gerne Auskunft über meine Reise, die Packliste und alle anderen Sachen die mit einer solchen Reise verbunden sind.  


Quit your Job,
sell your House,
rent out your car,
lose the spouse,
come walk with us,
we are going to Maine,
Life is never going to be the same

Rabbit `09



Was der Trail aus mir gemacht hat:
Immer noch Arme wie Streichhölzer aber gut durchtrainierte Beine. 
Nach langen Wanderungen sieht man aus wie ein T-Rex


Hier geht`s zum Anfang der Reise: 

>> Klick <<




Donnerstag, 11. Oktober 2012

7-Tage-Bonusreise: Wandern im Zentralmassiv

Seit Montag bin ich nun in der Auvergne unterwegs und wandere von Lapeyrouse nach Volvic. Dabei richte ich mich nach den Schienen und folge einer seit Dezember 2007 stillgelegten Bahnstrecke. Ein Busverkehr wurde zwar ersatzweise eingerichtet, aber der Fahrplan ist sehr eigenwillig. Einkausmöglichkeiten gibt es meist 2x täglich.
Die Landschaft neben der Strecke, sowie die Bahnhöfe, Posten, Tunnel und Brücken bieten viele Fotomotive.

Doch wie man es auch schiebt... Montag muss ich wieder arbeiten.



Stuhlschienen, französische Befestigung der Schienen

eine alte Unterführung

Ein Bahnübergang in einem Ort

Es wächst und gedeiht

Weideflächen

Eine Brücke über den zugewachsenen Bahndamm


Bahnübergang 269

Bahnsteig in Les Ancizes


in einem der 4 Tunnel

Der Bahndamm am Berghang

weiter unten die Strasse

Der Bahnhof Les Ancizes St Georges

Montag, 8. Oktober 2012

Ein erstes Fazit

Heute am 08.10. sitze ich im TGV nach Paris. Um mich herum wird schon dezent in französischer Sprache gesprochen. Ich war nur knapp 3 Tage in Deutschland und flüchte heute schon wieder ins benachbarte Ausland.
Heute vor knapp 4 Wochen kletterte ich das erste Mal auf Mount Katahdin und beendete erfolgreiche meine Wanderung auf dem Appalachian Trail. Ich habe die Tage danach, als ich in der nächsten Stadt Millinocket  war, mich mehrmals gewundert wie manche Wanderer es garnicht erwarten können nach Hause zu kommen. Flüge wurden geändert, Mietwagen gebucht, Bustickets gekauft und Verwandte erschienen um die glücklichen Wanderer zurück in "das andere Leben" zu bringen.
Für mich war all das nicht möglich. Ich wäre am liebsten den ganzen AT gleich nochmal gegangen. OK, ich muss  zugeben, bei meiner anschließenden Wanderung auf dem Long Trail habe ich mich bei manchen Bergauf-Abschnitten schon gefragt: Warum tue ich das eigentlich? Muss das sein? War der AT nicht genug? Der "Geschichtenerzähler" Warron Doyle kam mir hier in Erinnerung, der erzählte, sein Rucksack sei wie ein alter Freund, erst wenn er den Rucksack auf seinem Rücken habe, fühle er sich komplett. Und so erging es mir dann auch auf dem Long Trail Es war einfach so als hätte ich nie etwas anderes gemacht, als sei wandern mein Leben. Doch der Moment kommt in dem es heißt: "Back to buisness". "Second Life". Arbeiten und Geld verdienen.... Die Zeit nach dem Trail ist nur die Vorbereitung für den nächsten.

Danke allen Trailangles
Trotzdem möchte ich mir die Zeit nehmen und die Reise noch etwas reflektieren. Zu allererst möchte ich mich bedanken bei allen Leuten die ich während meiner Reise traf. Alle Trailangels die mich mit Speis und Trank beglückten, zumeist genau dann wenn man ein Motivationstief hatte, einen der Regen peitschte oder vor lauter Hitze einem der Mund schon ganz trocken war. Trailmagic war immer genau am richtigen Platz. Oft unerwartet, doch immer passend! Nie zu viel und nie zu wenig.

Danke den freundlichen Autofahrern
Dann wären da die Leute, die einen per Anhalter mitgenommen haben und einem ermöglichten binnen weniger Minuten vom Trail in ein Shoppingparadies, zu einem Waschsalon, oder einem Hotel zu gelangen. Oft war ich auf dem Trail so fern von jeglicher Zivilisation. Dann erreicht der Trail eine Strasse. Man rückt sein Hemd zurecht. Streckt den Daumen raus und schon 10 Minuten später sitzt man an der nächsten Tankstelle und geniest ein Eis. Per Anhalter fahren war niemals ein große Schwierigkeit. Alles zusammen gerechnet bin ich auf dem Appalachian Trail ca. 70x per Anhalter gefahren. 10x davon hielt das erste Auto an. 5x Bot man mir gleichzeitig auch noch die Rückfahrt an. Ich bin niemals zuvor in meinem Leben per Anhalter gefahren und so war dies gleich eine ganz neue Erfahrung. Außerdem erleichterte es mir auch deutlich das Wandern. Als ich nach 2 Wochen langsam bemerkte, wie einfach es ist, Orte abseits des Trails zu erreichen, kaufte ich nur noch Lebensmittel für 2 - 3 Tage ein. Öfters fuhr ich sogar einfach nur für ein paar Snacks, Eiscreme oder aus Langeweile per Anhalter in die nächste Stadt. Spötter behaupten ich wäre in jeder Stadt abseits des Trails gewesen.

Danke allen Privatleute, Kirchen, Vereine und Stadtgemeindschaften
Ein weiteres Dankeschön gilt all den Leuten die uns Hikern ermöglichen kostenlos/ kostengünstig zu übernachten. Privatleute, Kirchen, Vereine und Stadtgemeindschaften. Die Bezahlung Erfolg hier oft auf Spendenbasis was auch für Hiker mit kleinem Geldbeutel hilfreich ist. Generell war die Gastfreundschaft, die ich hier bei meiner ersten USA Reise erlebt habe, überwältigend. AT Hiker scheinen überall willkommen zu sein. Man wird im Supermarkt, auf Parkplätzen und überall sonst freundlich angesprochen.

Trailworkcrews & Maintaining Clubs
Mein Dank gilt auch allen Vereinen mit Ihren ehrenamtlichen Helfern, die hart daran arbeiten, den Trail zu erhalten und zu pflegen. Nach manch stürmischen Nächten waren bereits gegen 8Uhr Leute auf dem Trail unterwegs um Sturmschäden zu beseitigen. Bei meinem kurzen Tageseinsatz in einer Trailworkcrew erlebte ich, welche Arbeit dahinter steckt seinen simplen Wassergraben nebem dem Trail zu errichten und diesen mit Steinen zu sichern. Für 25m Graben arbeiten ein Dutzend Leute einen ganzen Tag. Und bedenkt: Der Trail ist 3516km lang!

Danke allen Lesern dieses Blog
Für mich war es immer eine große Motivation alle Kommentare und Nachrichten auf meinem Blog zu lesen. Es war immer eine große Vorfreude auf dem Weg in die Bücherei (wo es kostenloses Internet gibt), wenn man weiß es gibt Menschen die meine Reise Schritt für Schritt verfolgen. Danke an alle die hier fleißig geschrieben habe, ich hoffe Ihr habt ein bischen teilhaben können an meiner Reise.

Hike your own hike - Mach es auf Deine Weise
Bei allen Informationen die ich während der Vorbereitungszeit aufnahm, stellte ich mir immer die Frage ob die jeweiligen Meinungen nun nützlich sind oder nicht. Ich war in deutsch-, und englischsprachigen Foren unterwegs, las bei anderen Blogern mit und versuchte mir, so eine Meinung zu bilden um die Frage zu beantworten, "wie" ich es schaffe zu den 20 - 25% zu gehören, die es schaffen den Trail an einem Stück zu bewältigen. Etwas Vorahnung hatte ich schon mit Fernwanderungen doch war ich nie länger als 6 Wochen unterwegs. Sollte ich nun also mehr meinen eigenen Erfahrungen glauben oder den Leuten die den Trail in den Vorjahren bereit gemacht hatten? Nun letzten Endes bin ich mit meinen eigenen Erfahrungen am besten gefahren. In manchen Foren riet man mir davon ab Bergstiefel zu benutzen. Zu schwer, zu klobig, problematisch bei längeren Regentagen waren die angegebenen Gründe. Alle nutzen Trailrunning Schuhe. Alle tun dies, alle tun jenes. Für mich war einzig und alleine ausschlaggebend, dass ich in diesen Schuhen bereits 2500km blasenfrei(!) unterwegs war. Ich kaufte das gleiche Schuhmodell immer und immer wieder. Never change o winning team. Und es klappte auch auf dem AT. Das erste paar Bergstiefel machte es bis Daleware Water Gap in Pennsylvania. 1300 Meilen! Das 2. Paar bis Katahdin + 175 Meilen Long Trail. Blasenfrei. 

 
Weiterhin scheiden sich die Geister daran, ob man nun mit Stöcken oder ohne läuft. Ich möchte alle Leute als Lügner bezeichnen, die mir sagten, dass man den Trail ohne Stöcke nicht überlebt. Ich tat es und ich lebe noch. Tatsächlich traf ich auch nur 5 andere Hiker die ebenfalls ohne Stöcke unterwegs waren (und ich möchte behaupten auch die leben noch). Zugegeben, Stöcke helfen untrainierten Menschen, bieten Sicherheit und geben den Händen etwas zu tun. Für mich sind sie einfach nur ein Hassobjekt. Ich habe sie nie benutzt und werde sie auch nicht benutzen. Gott gab mir Arme und Hände und ich nutze sie. Es funktioniert und trainiert außerdem sehr gut den Gleichgewichtssinn. Meine Hände kamen mir ohne Stöcke alles andere als Nutzlos vor, wie von anderen oft als Argument vorgebracht wird. Ich war von Anfang an geübt darin, bei kniffeligen Etappen meine Hände zu benutzen. Man greift nach Wurzeln, Felsen, hält sich elegant an Bäumen und Ästen fest, man balanciert gekonnt, man schlägt nach Moskitos und vor allem: Man hat die Hände frei! Stöcke helfen einem, ja! Aber es geht ohne.
Zusammenfassend gesagt: Glaubt nicht alles was ihr irgendwo lest. Wenn ihr wisst was gut für euch funktioniert: Tut es. Hört nicht auf die anderen! Mach euer eigenes Ding. Ihr könnt den Weg rückwärts gehen, kriechen oder hüpfen und kommt trotzdem an. Spart euch den Rucksack und nehmt nen Schulranzen. Lauft in Sandalen, Barfuss wie auch immer. Es gibt kein "richtiges" oder "falsch". Make your own hike!
Erst wenn es dann doch Probleme gibt und etwas nicht zufriedenstellend klappt, dann schaut euch an wie es die anderen tun. Schaut euch was ab und probiert es. Es starten immer wieder Leute ohne jegliche Erfahrung, aber sie Schaffen es beim ersten Anlauf. Analysiert was ihr seht und überlegt euch, ob ihr etwas von anderen lernen könnt. Wir hatten einen Hiker auf dem Trail, der einen großen Blecheimer in seinem Rucksack hatte. Der Eimer füllte den ganzen Rucksack aus und all seine Ausrüstung war in diesem Eimer. Alle schüttelten den Kopf. Aber der Hiker verstand es seinen Eimer gut zu verkaufen: Man kann auf ihm sitzen, man kann mit ihm Wasser holen, man kann in ihm Feuer machen, man kann auf ihm Stehen, man kann Musik machen, man kann Essen Bärensicher aufbewahren, der Eimer ist Wasserdicht usw.


Need help?
Sofern hier eine interessierte mitlesen, die den Blog verfolgt haben und sich den Trail z.B. fürs kommende Jahr vorgenommen habt: Schreibt mir eure Fragen, sag mir was ihr wissen wollt.  Ich werde euch gerne Auskunft geben so gut ich kann.
 
 


   

Dienstag, 2. Oktober 2012

Fotos vom Long Trail (3)

uuuund der 3. Teil:

Die Nadelbäume färben das Wasser eklig gelb...

Aussicht (1)

Aussicht (2)

Ausflug in die Eiscremefabrik


Dir Factorytour war leider nicht so der Brueller...

Camels Humb


Essenszeit

Der Trail. Durch die Blätter manchmal schwer zu finden


Postkarten schreiben in der Lodge


Die Green Mountains am Morgen



Kerzen verwandeln jeden Shelter in einen Palast

Einer schöner Text an einem Schild


Das letzte Foto vom Long Trail

Fotos vom Long Trail (2)

Und hier der 2. Teil


HullaHupp Reifen Uebungen

Der Long Trail ist noch schmaler als der A.T.

Eine Haengebruecke ueber einen Fluss


Eine gruenes altes Auto an einer Tankstelle

Alles blitzeblank geputzt


Aussicht von Mount Mansfield

Mount Mansfield



Ein umgefallener Baum direkt neben dem Trail

Die Taylor Lodge

Ein Biber an der Wasserquelle


Bilder vom Long Trail (1)

Hallo! Ich melde mich zurueck aus der Stadt Rutland. Hier nun meine Fotos von der Reise auf dem Long Trail. Los ging es an der Grenze zu Kanada. Der Grenzstreifen ist nur eine Schneise im Wald, kein Zaun, keine Wachtuerme - nichts.



Die Journeys Lodge

Die Grenze USA - Kanada

Noerdliches Ende des Long Trails


Die Blaetter bekommen langsam ihre Herbstfarben

Ein kleiner Shelter am Trail

Orange Muetze wegen der Jaeger

Eine andere Lodge am Trail

Die Aussicht von der Lodge

Auch das ist ein Teil des Trails

Ein schoener Platz zum bleiben

Gemuetliche Einrichtung

Ein bisschen Aussicht